Erfahrungsbericht 3: Aufzuchtfutter

In den letzten zwei Jahren haben wir sehr gute Erfahrungen bei der Aufzucht unserer Jungvögel mit Aufzuchtfutter gemacht, welches wir selbst zusammenstellen, zubereiten und neben dem Körnerfutter zur Nahrungsaufnahme anbieten. Das Aufzuchtfutter wird von allen Cardeuliden und den Kanarien gleich gern aufgenommen. Im Kühlschrank in einer geschlossenen Kunststoffdose aufbewahrt, kann es auch über 2 Tage gereicht werden.

Das Foto zeigt die Zutaten.

 

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Obere Reihe von links:

  • vorgekeimtes Carduelidenkeimfutter (Menge: 3/4 Sieb)
  • 1 Sieb aufgetaute Erbsen
  • 40 ml Extro grün-gelb Perlen (bereits aufgequollen in
  • Wasser, Mischungsverhältnis 1:1,
  • Einwirkzeit mind. 20 Minuten)

Mittlere Reihe von links:

  • Zugabe “Microalgen” als Nahrungsergänzungsmittel
  • Zugabe Calcium
  • Zugabe Darmconditionierer
  • 120 ml Fertigaufzuchtfutter
  • ein hart gekochtes Eigelb
  • Zugabe Spurenelemente

Die Zugaben werden in Salzstreuer eingefüllt.Dies erleichtert die

Beimischung und Dosierung enorm. Bei der Dosierung gilt:

Nicht zu viel einstreuen – weniger ist mehr!

 

Das folgende Video veranschaulicht die Zubereitung.

 

Zur Vermeidung der Entstehung von Schimmelpilz beim Keimfutter (Reifezeit in Abhängigkeit von der Raumtemperatur 24 – 36 Stunden) fügen wir dem Quellwasser einige Tropfen eines Mittels gegen Pilzentstehung bei.

Zusätzlich zum Aufzuchtfutter reichen wir frisch gehäutete Mehlwurmkäferlarven.

Bei der Zubereitung ist wichtig, Immer die gleiche Menge im gleichen Mischungsverhältnis herzustellen und das Keimfutter und die Erbsen im abgetrockneten Zustand unterzumischen. Die mit den aufgezeigten Zutaten hergestellte Menge deckt während der Zucht den Tagesbedarf von 8 Zuchtpaaren nebst Nachwuchs.

Nach der Mauser bis zum Beginn der Zucht füttern wir das Aufzuchtfutter an einem Tag in der Woche. Damit bleiben die Alttiere daran gewöhnt und die Jungvögel und der Zukauf von nicht blutsverwandten fremden Zuchtvögeln kennen es bereits bei Zuchtbeginn.

 

Nachtrag zum Beitrag –

eingestellt am 28.05.2017

 

Serviert wird das fertige und mit Mehlwurmkäferlarven garnierte Aufzuchtfutter in gesonderten Futterschälchen.

Diese Schälchen werden mindestens 3 x (optimal wären 5 – 6 x) am Tag gereicht. Dies deshalb, weil kleinere und öfter frisch zubereitete Portionen in kurzer Zeit besser und ganz verfüttert werden. Damit wird auch vermieden, dass nicht alsbald verfütterbare Mengen von größeren Portionen austrocknen und bei Sommerhitze anfangen, zu verderben.

 

Nachtrag vom 16.05.2018: Erstmals ab 2018 mischen wir dem Futter noch aufgetaute gefrorene Pinkys bei.


  • Danke für die wertvollen Hinweise. Werde das Rezept in der kommenden Zuchtsaison ausprobieren. Kann man die geschilderte Mischung auch zur Aufzucht von Stieglitzen verwenden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Wielage

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