Unsere selbst gebaute Nestheizung

Dompfaffhennen hudern ihren Nachwuchs im Durchschnitt nur 5-6 Tage; Hennen, die länger hudern, sind sehr selten. Da der Rücken der JV dann noch nicht vom Federkleid bedeckt ist, erkalten die JV nachts, erstarren oder sind schlimmstenfalls bei Kälteeinbrüchen im April und Mai oder wenn man bereits im Feb. oder März Nachwuchs hat, morgens bereits dem Kältetod erlegen.

Wenn sie morgens noch leben und nur erstarrt sind, werden sie, da sie infolge der Erstarrung nicht “sperren” können, ungewollt nicht gefüttert (die Eltern drehen beim Fütterungsversuch ab, weil sie wegen der ausbleibenden “Sperrung” der JV denken, dass der Nachwuchs satt ist und daher nicht gefüttert werden muss).

Solchen Verlusten beugen wir nicht mit Hilfe eines Heizlüfters, sondern mit einer selbst gebauten und bei einer Zucht in Boxen praktikabel anzuwendenden Nestheizung vor, deren Bau in den nachfolgend Bildern gut erkennbar wird.

Die Heizung kommt nur wenige Tage bis zur Vollbefiederung der Rückenpartien zum Einsatz und kann je nach Bedarf in jede Zuchtbox zum Einsatz gebracht werden.

Das Baumaterial gibt es für wenige Euro in jedem Baumarkt.

 

Auf dem folgendem Bild zusehen von links nach rechts sind der Deckel eines Kanalrohres (10 cm Durchmesser – dient als Boden), das Verlängerungsstück eines Kanalrohres und eine Kanalrohrüberwurfmuffe.

In dem Deckel wurde eine Lampenfassung eingebracht und sorgfältig verdrahtet.

Eine 7 Wattlampe sorgt für eine ausreichende Wärmebildung. Sie kann für die Dauer des Einsatzes der Heizung ständig eingeschaltet bleiben, muss also nicht über den Einsatz einer Zeitschaltuhr geregelt werden.

Zusammengebaut wird, indem man das Verlängerungsstück auf den Bodendeckel setzt und auf dem Verlängerungsstück die Überwurfs-/Abstandsmuffe schiebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zusammengebauten Teile stellt man dann in der Zuchtbox, für die die Heizung benötigt wird, unter den oben an der Rückwand aufgehängten Nistkasten, desen Boden mit einer Vielzahl von Löchern (Durchmesser 1 cm) durchbohrt wurde und durch die die von der Lampe erzeugte und im Kanalrohr aufsteigende Wärme ins Nest gelangt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Anwendung In der Box zeigt das nachfolgende Bild (Bild aus dem Vorjahr) welches auch die praktische Funktion der Überwurf-/Abstandsmuffe zeigt. Diese lässt sich leicht bis dicht unter den Nistkasten verschieben, so dass keine Wärme verloren geht.

Wenn man genau hinsieht oder das Bild vergrößert, sieht man in dem Nest den Schnabel eines jungen Dompfaffes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtrag:

Die weiteren

Bilder (ebenfalls aus dem Vorjahr) zeigen auch die hervorragende Verwendungsmöglichkeit

der Heizung für eine manchmal erforderlich werdende Handaufzucht, z.B. wenn kein Ammenpaar eingesetzt werden kann.

 

 

Die erzeugte Wärme reicht selbst für erst 1-2 Tage alte JV, die also überhaupt noch nicht befiedert sind, aus, um sie problemlos am Leben zu erhalten. Dazu muss man die Kanalrohrüberzugsmuffe nur etwas tiefer nach unten an die Wärmequelle heran über das Kanalrohr schieben und die Nestschale nach der Fütterung mit einem Tuch abdecken, damit die Wärme in der Nestmulde gehalten wird und sich nicht so schnell nach oben verflüchtigen kann.

Der hier zu sehende Birkenzeisig wurde ab dem ersten Tag, also “nackt” mit Hilfe der Heizung groß gezogen. Die Aufzucht erfolgt aus Bequemlichkeitgründen in der Wohnung, also in beheizten Räumen.

In einem unbeheiztem Zuchtraum wechselt man lediglich die 7-Wattlampe aus und nimmt in Abhängigkeit von der Isolierung des Raumes eine 10 oder 15-Wattlampe.


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