Handaufzucht 2017 – Birkenzeisig

Heute vor etwa 20 Minuten wurden bei einem zufälligen Blick durch ein Fenster des Zuchtraumes auf dem Sandboden der Außenvoliere zwei dunkle Punkte erkannt. Eine Nachschau vor Ort bestätigte eine Vorahnung.

Zwei junge Birkenzeisige (7 Tage alt und gestern beringt – Bild rechts zeigt sie, als sie gestern nach dem Beringen wieder ins Nest gesetzt worden sind ) waren aus ihrem Nest gefallen

oder

von den bereits in die Voliere umgezogenen JV der Zuchtsaison 2017 (Birkenzeisige aus dem ersten Gelege, Dompfaffe und dem Nachwuchs der Ammenpaare – “Fife-Kanarien -) womöglich aus dem Nest geworfen worden (?), als die Henne zur Futteraufnahme das Nest verlassen hatte.

Sie lagen offenbar schon länger dort, da ein JV bereits kein Lebenszeichen mehr von sich gab und bei dem anderen – bereits weitestgehend erstarrt – nur noch ein ganz schwacher Pulsschlag zu erkennen war.

Frage:

Kann der zweite JV mit Hilfe unserer Nestheizung und einer weiteren Handaufzucht (Ammenpaare mit etwa gleichalterigen JV, bei denen er untergelegt hätte werden können, stehen derzeit nicht zur Verfügung), noch gerettet werden?

Wenn ja, wollen wir das in in diesem Beitrag sukzessiv bis zu seinem Umzug in die Voliere zu seinen Artgenossen dokumentieren.

Das Beitragsbild stammt aus dem Jahr 2015, in dem eine Handaufzucht eines Birkenzeisiges ab dem ersten Tag nach seiner Geburt gelang.

 

 

Bild 1 (1B., 1V.) eingestellt

am 27.06.2017

 

 

Das “Leid” eines Züchters bei seiner Zucht = Der eingangs genannte JV, bei dem kein Rettungsversuch mehr hat helfen können

 

 

und – wie öfter nahe zusammen –

 

 

 

die “Freude” eines Züchters nur wenige Minuten später.

Auf dem Video zu sehen ist der zweite JV, nachdem er in der Nestheizung bereits etwas aufgewärmt ist und jetzt schon deutlichere Lebenszeichen von sich gibt. Sein Pulsschlag ist schon kräftiger geworden und jetzt wieder gut zu erkennen. Natürlich hat er auch bereits eine Aufbauspritze verabreicht bekommen. Auch diese hat bereits geholfen, seine Lebensgeister wieder zu aktivieren. Unser erster Eindruck nach einer halben Stunde: Er scheint bei dem Sturz aus dem Nest aus etwa 1,70m Höhe auf den Boden der Voliere unverletzt geblieben zu sein und könnte es schaffen, zu überleben.

Die Nacht und der morgige Tag werden es zeigen.

 

Bild 2 (1B.,1V.) eingestellt am 29.06.2017

 

Rund 36 Stunden nach dem “Unfall”.

Bereits das Bild zeigt, dass sich unsere Einschätzung am 27.06.2017 bestätigt hat. Er hat überlebt.

Wenn sich keine Unwägbarkeiten einstellen, fliegt er in spätestens 4 Wochen bei seinen Artgenossen in der Voliere.

Besonders erfreulich ist, dass er dies auch unbehindert tun wird.

 

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll,dass eine Aufbauspritze, eine Nestheizung und drei zusätzliche Futtergaben in den letzten beiden Nächten aus einem todgeweihten JV wieder einen erstarkten und mobilen gemacht haben. Es zeigt auch, dass er den Sturz unbehindert ohne Beinbruch und/oder Flügelschaden überstanden hat. Zum Sperren stemmt er sich mit beiden Beinen nach oben und bewegt seine Flügel symmetrisch. Ganz so, wie es sein soll.

 

 

 

Bild 3 (3 B., 1 V.) eingestellt

01.07.2017

 

Vier Tage nach dem Unfall hat er den ersten Umzug auf dem Weg in die Voliere zu den Artgenossen bereits geschafft. In der Nestmulde unserer Nestheizung konnte ihn nichts mehr halten. Außerdem bedarf es keiner Heizung mehr, da er schon gut befiedert ist und er sich jetzt selbst warm halten kann.

 

Das Bild zeigt die Ruhepausen meist schlafendzwischen den Mahlzeiten.

 

Vier Tage beste und ständige Rundumversorgung ohne Konkurrenzkampf um Nahrung

machten eine unglaubliche Entwicklung des “Kleinen” möglich.

Er ist aufgewacht, macht sich schon selbst bemerkbar und erwartet schon mit Ungedult die nächste Mahlzeit.

 

Damit er aus seinem neuen Zuhause nicht entweichen kann, stellen wir den Nestkasten mit seiner offenen Seite einfach gegen eine Wandfläche.

 

 

Das nachfolgende Video zeigt seinen unglaublichen Appetit, der mit handelsüblichem, pulverisiertem Aufzuchtfutter, welches mit Wasser verflüssigt über eine “Spritze” verabreicht wird, und auch bereits mit unserem selbst zusammengestellten und per Hand gereichtem Aufzuchtfutter gestillt wird. Alle zwei Stunden ist Fütterungszeit und steht “Windelwechseln” an.

 

 

Bild 4 (1B., 1V.) eingestellt

am 03.07.2017

Heute 2 Tage später und wieder weiter gewachsen wurde er erstmals aus der Wohnung mit in den Zuchtraum genommen und auf der Fensterbank abgestellt. Aufmerksam lauscht er den Vogelstimmen.

 

Das Video zeigt den Versuch, ihn mit einem Futterangebot zu veranlassen, erstmals selbst das Nest zu verlassen. Ist der Versuch geglückt???

 

Danach wurde er gefüttert und wurde das Nest von der Fensterbank auf die Arbeitsplatte abgestellt. Normalerweise nimmt er nach dem Füttern ein “Nickerchen” und man muss nicht auf ihn acht geben.

Das nachfolgende Bild zeigt dann, dass er es sich hinter dem Rücken seines Züchters wohl anders überlegt hatte und den Sprung vom Nestrand heute doch noch gewagt hat. Die Erfahrung aus einer Handaufzucht aus dem Jahr 2015 besagt, dass nun die ersten kleinen Flugstrecken bald zu erwarten sind. Wir werden versuchen, seinen ersten Jungfernflug im Video einzufangen.

 

Bild 5 (2 B.) eingestellt

am 03.07.2017

 

Ab sofort ist er – sofern es im Alltag möglich ist – zu einem ständigen Begleiter geworden.

Ein Bild zeigt ihm auf dem Schreibtisch am PC seines Züchters bei der Website-Arbeit (Beitragseinstellungen-Beitragsbearbeitung). Er hat soeben die Bildeinstellung 5 zu diesem Beitrag miterlebt.

 

 

Auch beim Kaffeitrinken in der Küche pflegt man Gesellschaft.

 

Künftige Einstellungen werden bald zeigen, das er dies nicht mehr brav im Nest sitzend tun wird!!!

 

Bild 6 (V.) – eingestellt am 04.07.2017

Da wir seinen Jungfernflug gerne im Video aufnehmen wollten und ihn dazu nicht 12 Stunden am Tag ununterbrochen im Blick haben können, haben wir heutemorgen beim Kaffeetrinken versucht, ihn dazu zu animieren. Das Video zeigt diesen Versuch und ob uns dies gelungen ist.

Es war offenbar noch zu früh für diesen und für ihn so bedeutungsvollen Schritt in seinem noch jungen Leben. Da es zu unseren Grundsätzen gehört, unsere Vögel zu nichts zu zwingen, werden wir gegen Mittag einen neuen Versuch starten.

 

Bild 7 (V.) – eingestellt am 04.07.2017

Der Jungfernflug!!!

Nicht mittags war es soweit, sondern erst nachmittags. Es ist uns tatsächlich gelungen, ganz ohne diesbezügliche Nachhilfe den ersten kleinen Jungfernflug und am Ende im selben Video noch den zweiten mit einem sensationellen Landeplatz (ganz sicher die absolute Highlithaufnahme des noch nicht beendeten Beitrags) abzupassen und einzufangen. Sehen Sie selbst!

 

Nach dem Anschauen werden Sie sich sicher sofort fragen, wo ist denn der “besagte Landeplatz” verblieben?

 

Die Antwort:

 

Es wäre keinem Kameramann der Welt ob der überraschenden wie sensationellen Wahl des Landplatzes möglich gewesen, mit seiner Videokamera in der Videoaufnahme diesen Platz einzufangen!

 

Das dieser unglaubliche Platz dennoch festgehalten werden konnte, verdanken wir dem Umstand, dass der “kleine Birkenzeisig” nach seinem ersten Ausflug mit den ersten beiden Kurzflügen

verständlicherweise schon so müde vom Fliegen geworden war und deshalb auf dem Landeplatz länger sitzen blieb; glücklicherweise jedenfalls solange, bis das eine Digitalkamera hergeschafft

werden konnte und mit ihrer Hilfe 4 Bilder von diesem Platz doch noch eingefangen werden konnnten.

 

Das schönste davon wurde danach auf dem PC in die Bildersammlung eingestellt und anschließend – wie nachfolgend zu sehen – in ein weiteres kleines Video eingebunden.

 

Die restlichen 3 Bilder werden in dem Beitrag “Sternstunden bei der Vogelbeobachtung in der Zuchtsaison 2017” noch eingestellt werden.

 

 

 

Bild 8 (mehrere Bilder) – eingestellt

am 05.07.2017

Nach dem gestrigen Tag ist sein Bewegungs- und Erkundungsdrang nicht mehr zu bändigen. Dies zeigt die folgende Bilderauswahl.

 

Bild 9 – eingestellt

am 05.07.2017

 

Das gestrige Ereignis bedingte auch den zweiten Umzug auf seinen Weg in die Voliere. Auch beginnt damit die behutsame Angewöhnung der selbständigen Nahrungsaufnahme.

Dazu haben wir heute schon ein Schälchen mit ein wenig Aufzuchtfutter beigestellt.

 

 

Bild 10 (2B.) – eingestellt

am 07.07.2017

Sein Flugvermögen ist weiter gewachsen. Ist er in der Wohnung nicht im Käfig eingesperrt, fliegt er seinen Pflegern jetzt immer hinterher. Sein bevorzugter Landplatz sind Schulter und Rücken. Dies wird morgen auf seinem Weg in die Voliere seinen dritten Umzug in den Zuchtraum bedingen. Dort sind die Fenster durch ein Gitter gesichert, so dass er nicht gegen Fensterscheiben fliegen kann. Schon so manche Handaufzucht wurde durch einen Scheibenaufprall jäh beendet. Dies soll ihm nicht passieren.

 

 

 

Bild 11 (7 B.) – eingestellt

am 09.07.2017

Der vorletzte Umzug in den Zuchtraum auf seinem Weg in die Voliere hat stattgefunden. Dort wird er max. noch 10 Tage verbleiben. Solange braucht er noch, bis er sich selbständig versorgen kann. Zur Zeit fäng er erst gerade an, selbst am Aufzuchtfutter und feinen Sämerein zu naschen. Hauptsächlich wird er allerdings nach wie vor noch mittels einer “Spritze” von seinen Pflegern ernährt.

Bei ihrer Anwesenheit im Zuchtraum bekommt er natürlich Freigang. Es gibt dort – wie zu sehen – keinen Ort mehr, den er nicht bereits erkundet hat.

 

Bild 12 (V.) eingestellt

am 09.07.2017

Seine Pfleger hatten nachmittags Besuch bekommen und – ihren Schützling nach dem Umzug in den Zuchtraum nicht mehr im Blickfeld – seine “Fütterungszeit” verpennt und um etwa 1,5 Stunden überzogen. Sie waren deshalb bereits vorgewarnt und begaben sich mit der Vidokamera in der Hand in den Zuchtraum.

Was ein kleiner Birkenzeisig veranstaltet, wenn er Heisshunger hat, zeigt das Video.

Bemerkung: Anfangs genügten ihm für eine Mahlzeit 1 ml aufbereitetes Handaufzuchtfutter (= 1 Spritze). Heute (auch ohne Heisshunger) verlangt er 2 ml.

 

Bild 13 ( 2 B.) – eingestellt

am 14.07. 2017

Bild 1:

Nach 18 Tagen Handaufzucht ( = Ernährung durch seine Pfleger mit Handaufzuchtfutter und Verabreichung per “Spritze” ) war es heute soweit. Er hat erstmals den ganzen Tag über nicht mehr nach der “Spritze” verlangt, sondern sich selbst von dem im Käfig bereit gestellten Futter ernährt. Bereits in den letzten 2 Tagen konnte man das zunehmend beobachten. Rechnet man die 6 Tage hinzu, an denen er bis zu dem “Unfall” im Nest von seiner Mutter ernährt wurde, braucht ein Birkenzeisigsind bis zur Selbstständigkeit 24 Tage.

Bild 2:

Ebenfalls bereits in den letzten Tage hielt er sich bei Freiflug im Zuchtraum – wie auch heute und auf dem Bild zu sehen – sehr oft und lange auf dem Anflugstab vor dem Durchgangstürchen zur Innenvoliere auf. Er scheint zu wissen, dass sein letzter Umzug in die Voliere zu seinen Artgenossen bald bevorsteht. Seitdem er in den Zuchtraum umgezogen ist, kommuniziert er bereits mit ihnen.

 

Bild 14 (1V., 2B. – eingestellt am 16.07.2017

Die letzte Mahlzeit im Zuchtraum vor dem Umzug in die Voliere!

 

Der Umzug im Video!

 

Ich bin angekommen!

Mit dem Bild 14 endet dieser Beitrag!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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