Kann unsere selbst gebaute Nestheizung auch Vogeleier ausbrüten?

Unsere Nestheizung ist in dem Beitrag “Unsere selbst gebaute Nestheizung” näher vorgestellt.

 

Heute ergab sich die Notwendigkeit, drei Dompfaffjunge einem Fifepaar unterzulegen und

von diesem aufziehen zu lassen. Dazu musste das Gelege des Paares geopfert werden.

Spontan kam bei uns der Gedanke auf, einmal auszuprobieren, ob unsere Nestheizung

auch in der Lage ist, Vogeleier (hier: das Gelege des Fifepaares) auszubrüten. Dies

schien uns ein Versuch, der ab Bild 4 dokumentiert wird, wert.

 

Bild 1

Es zeigt das Nest des Fifepaares, dem soeben die Eier

des eigenen Geleges entnommen und in

dem die drei jungen Dompfaffe (3 Tage alt) zusammen mit

ein paar gesammelten Eierschalen von geschlüpften JV

gelegte wurden.

Bild 2 (Video)

Das Video zeigt die zum Nest zurück gekehrte Fifehenne. Der für sie schon nach 5 Tagen Brutzeit

ausgefallene Nachwuchs wird noch etwas argwöhnig beeugt und angenommen.

Das Video wurde von einem Life-Tape aufgenommen und dann von dort ein zweites Mal

auf einem Smartphone aufgenommen. Zuletzt musste es noch komprimiert werden. Auch war die

Originalaufnahme etwas “verwackelt”. Daher zeigt sich leider nicht die gewohnte Wiedergabequalität.

 

Bild 3

Gleich danach hudert sie hinter einer

durchsichtigen Kunstoffscheibe bereits fest.

Bild 4

Die dem Fife-Gelege entnommenen 3 Eier wurden in die Nestheizung gelegt.

Bild 5

38 Grad ist die optimale Temperatur, um Vogeleier auszubrüten.

Insoweit wurde mit einem Temperaturmesser die Wärme getestet und

dazu das Nest abgedeckt.

Bild 6

Das Ergebnis ist wenig optimal. Nur 28 Grad – 10 Grad zu wenig.

Bild 7

Daher wurde die Nesteinlage entnommen und die

Überwurfmuffe von dem Heizungsrohr abgenommen, um

das Nest weiter nach unten näher an die Heizquelle zu

bringen und wurde die Temperatur neu gemessen.

Die Eier liegen nun, wie im Beitragsbild zu sehen,

ohne Nisteinlage in dem Kunststoffnest.

Bild 8

Die zu Bild 7 erläuterten Maßnahmen (Entfernung der Nest-

einlage und das Heranbringen des Nestes näher an die

Wärmequelle) brachten das gewünschte Ergebnis.

Die nunmehrige Temperaturmessung ergab die be-

nötigte 38 Grad – Umgebungswärme.

Natürlich werden die Eier jetzt auch täglich mehrmals

gewendet. Dabei wird auch versucht, den für ein erfolgreiches

Ausbrüten zusätzlich erforderlichen Luftfeuchtegehalt durch

Einsprühen von feinem Wassernebel in die abgedeckte Nestmulde

zu gewährleisten.

 

Nach dem 10.07.2018 werden wir an dieser Stelle mitteilen, ob

das Experiment erfolgreich oder nicht ersfolgreich verlaufen ist.

Im etwaigen Erfolgsfall werden wir das per Bild/Video dokumentieren

und uns dann der Handaufzucht der JV widmen, sofern keine

Möglichkeit besteht, sie von Ammeneltern großziehen zu lassen.

 

Nachtrag am 13.07.2018:

Sie wird es vermutlich können, da sich in einem Ei ein

JV entwickelte, der vermutlich 3 – 4 Tage vor dem Schlupf abstarb.

Die anderen zwei Eier waren leider nicht befruchtet.

Der Versuch war so ermutigend, dass er bei nächster Gelegenheit

wiederholt wird.

 

 


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